1 Statement für 8 Grundsatzfragen


Hier können wir Fragen zur Quantenmechanik diskutieren. Auch die Atomphysik gehört hier hinein.

Neutrino

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Beitrag Do 2. Apr 2015, 00:02

1 Statement für 8 Grundsatzfragen

Die 8 Fragen, die über die Rubrik Quantenmechanik und Atomphysik hinausgehen, stehen im unmittelbaren Zusammenhang mit dem Welle-Teilchen-Dualismus.
Obwohl Dr.Joachim Schulz als Seitenbetreiber irgendwo und irgendwann mit Sicherheit dazu Stellung bezogen hat, wäre eine zusammenhängende Beantwortung
von ihm im Hinblick auf den Welle-Teilchen-Dualismus für das allgemeine Verständnis sehr hilfreich. Damit ergeben sich folgende Fragen:

1. Ist der Poyntingvektor ( Maxwellgleichungen) mit der Leistungsflussdichte S = V/m * A/m = Watt m² im Vakuum Annahme oder Realität ?

2.Wird nicht nach dem Poyntingvektor Leistung durch das Vakuum transportiert und nach Einstein Energie in Form von Photonen?

3.Gibt es in der Realität überhaupt Photonen? ( Comptoneffekt, der bei Lichtwellen nicht funktioniert?)

4.Gibt es in der Realität überhaupt Maxwells elektromagnetische Wellen mit der Leistungsflussdichte Watt/m² im Vakuum?

5.Ist die Energie in der Planckformel E = h f kinetischer oder potentieller Natur?

6.Beruht damit der Welle-Teilchen Dualismus auf den verschiedenen Ideen von 2 berühmten Physikern, deren
Ideen mit der Realität nur teilweise übereinstimmen oder ist der Welle-Teichen-Dualismus "naturgegeben"?

7.Sind wir- mit der Überwindung des Welle-Teilchen-Dualismus- wieder in der Realität ?

8.Hat die etablierte Physik Ideen zur Überwindung des Welle-Teilchen-Dualismus?

Mit diesen Fragen kann vielleicht geklärt werden, wie der Welle-Teilchen-Dualismus überwunden werden kann.
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langlebiges Kaon

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Beitrag Do 2. Apr 2015, 15:55

Re: 1 Statement für 8 Grundsatzfragen

Hallo Jürgen,

da fang ich am besten hinten an:
Mit diesen Fragen kann vielleicht geklärt werden, wie der Welle-Teilchen-Dualismus überwunden werden kann.


Meiner Ansicht nach ist der Welle-Teilchen-Dualismus schon lange überwunden. Eigentlich schon mit der Schrödingergleichung und deren Interpretation als Vorschrift, eine Wahrscheinlichkeitsfunktion zu berechnen. Die nichtrelativistische Quantenmechanik, der die Schrödingergleichung zugrunde liegt, erklärt bereits sehr schön, warum wir bei Elektronen sowohl Teilchen- als auch Welleneigenschaften beobachten. Die wesentlichen Entwicklungen hierzu fanden in der 1920er Jahren statt. Um das auf das Licht zu übertragen, braucht es freilich etwas mehr: Die relativistische Quantenmechanik und die Quantenelektrodynamik. Die ist eher einer Theorie der 1940er bis 1960er Jahre.
Wellen und Teilchen sind einfach Näherungen der umfangreicheren Theorien. Es ist schon lange nicht mehr nötig, einen Dualismus anzunehmen, der uns zwingt, zwischen zwei einander widersprechenden Theorien zu wechseln. Näheres zu diesen Näherungen habe ich auch in meinem Blog geschrieben:
Wellen, Teilchen und die Quantenphysik

Gruß,
Joachim

Neutrino

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Beitrag Do 2. Apr 2015, 17:14

Re: 1 Statement für 8 Grundsatzfragen

Hallo, Joachim.

Danke für die Antwort. Folgende Frage finde ich für die Meinungsbildung sehr wichtig.

Ist E in der Planckformel E = h f potentieller oder kinetischer Natur?

Mit freundlichem Gruß
Jürgen
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langlebiges Kaon

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Beitrag Do 2. Apr 2015, 22:53

Re: 1 Statement für 8 Grundsatzfragen

Jürgen hat geschrieben:1. Ist der Poyntingvektor ( Maxwellgleichungen) mit der Leistungsflussdichte S = V/m * A/m = Watt m² im Vakuum Annahme oder Realität ?

Tatsache ist zunächst, dass messbare, quantifizierbare und reproduzierbare Phänomene existieren, also für uns beobachtbar sind. Inwiefern eine dahinterliegende Realität unabhängig vom Phänomen existiert, ist keine Frage der Physik sondern der Metaphysik, also der Philosophie zuzuordnen. Der Poyntingvektor sowie sämtliche formale, mathematische Objekte dienen der Beschreibung und Berechnung dieser Phänomene. Inwiefern der Poyntingvektor Realität ist, ist wieder eine Frage der Metaphysik.

Jürgen hat geschrieben:2.Wird nicht nach dem Poyntingvektor Leistung durch das Vakuum transportiert und nach Einstein Energie in Form von Photonen?

Die Beschreibung mittels der klassischen Elektrodynamik ist natürlich mathematisch nicht äquivalent zur Beschreibung mittels der Quantenelektrodynamik. Und es gibt Prozesse, bei denen die QED korrekte Resultate liefert, die klassische Elektrodynamik dagegen nicht. Der fundamentale Widerspruch besteht jedoch auf Ebene der Phänomene, nicht auf Ebene der Beschreibung der Phänomene.

Jürgen hat geschrieben:3.Gibt es in der Realität überhaupt Photonen? ( Comptoneffekt, der bei Lichtwellen nicht funktioniert?)

Sagen wir doch einfach, dass ein Formalismus existiert, innerhalb dessen man von "Photonen" spricht, und der korrekte, experimentell überprüfbare Vorhersagen liefert.

Jürgen hat geschrieben:4.Gibt es in der Realität überhaupt Maxwells elektromagnetische Wellen mit der Leistungsflussdichte Watt/m² im Vakuum?

Siehe 3.

Jürgen hat geschrieben:5.Ist die Energie in der Planckformel E = h f kinetischer oder potentieller Natur?

Kinetischer Natur.

Jürgen hat geschrieben:6.Beruht damit der Welle-Teilchen Dualismus auf den verschiedenen Ideen von 2 berühmten Physikern, deren
Ideen mit der Realität nur teilweise übereinstimmen oder ist der Welle-Teichen-Dualismus "naturgegeben"?

Der "Welle-Teilchen-Dualismus" ist einer unzureichenden bzw. unpassenden Sprache geschuldeter Artefakt, mehr nicht.

Jürgen hat geschrieben:7.Sind wir- mit der Überwindung des Welle-Teilchen-Dualismus- wieder in der Realität ?

Der "Welle-Teilchen-Dualismus" wird dadurch überwunden, dass man a) einen passenden Formalismus verwendet und b) den unzureichenden und unnützen Begriff nicht mehr verwendet.

Jürgen hat geschrieben:8.Hat die etablierte Physik Ideen zur Überwindung des Welle-Teilchen-Dualismus?

Siehe 7.
Er muss sozusagen die Leiter wegwerfen, nachdem er auf ihr hinaufgestiegen ist.
Ludwig Wittgenstein

Neutrino

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Beitrag Fr 3. Apr 2015, 01:36

Re: 1 Statement für 8 Grundsatzfragen

Hallo TomS,
auch hier vielen Dank für die Antwort.
Lassen wir zunächst mal den Welle-Teilchen-Dualismus, der mit Wahrscheinlichkeit ( ein Maß des Zufalls) zu tun hat und die Photonen, die doch angeblich durch den
Compton-Effekt bestätigt wurden. Die Quantentheorie hält Elekromagnetische Wellen für Bewegungen von Energiepaketen.

Vorschlag:
Picken wir aus den Fragen doch zunächst nur folgende Antwort von TomS heraus.
E = h f ist kinetischer Natur
Frage:
Ist hier der Einsteinansatz m/2 v² + Work Austritt = h f gemeint?

wjl

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Beitrag Fr 3. Apr 2015, 08:36

Re: 1 Statement für 8 Grundsatzfragen

hatte es joachim nicht gesagt.
du beginnst nach dem hinweis auf literatur zu betteln.
Es muss interessieren um mit dir zu diskutieren.

Neutrino

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Beitrag Fr 3. Apr 2015, 09:29

Re: 1 Statement für 8 Grundsatzfragen

Wjl,
auf diesem Niveau debattiere ich nicht.
Literatur : Homepage magneticquant.de
Tschüss Jürgen
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langlebiges Kaon

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Beitrag Fr 3. Apr 2015, 11:15

Re: 1 Statement für 8 Grundsatzfragen

Jürgen hat geschrieben:Lassen wir zunächst mal den Welle-Teilchen-Dualismus ...

wie gesagt, dabei handelt es sich um eine sprachliche Fehlkonstruktion, mehr steckt nicht dahinter

Jürgen hat geschrieben:und die Photonen, die doch angeblich durch den Compton-Effekt bestätigt wurden.

u.a.m.; Photonen sind ein sprachliches Konstrukt; die damit gemeinten Phänomene wurden bestätigt

Jürgen hat geschrieben:Ist hier der Einsteinansatz m/2 v² + Work Austritt = h f gemeint?

Die Formel E = hf für Photonen gilt unabhängig vom Photoeffekt und dem dort interessanten Zusammenhang mit der kinetischen Energie der Elektronen sowie der Austrittsarbeit.

Auf was willst du eigtl. hinaus?
Er muss sozusagen die Leiter wegwerfen, nachdem er auf ihr hinaufgestiegen ist.
Ludwig Wittgenstein

Neutrino

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Beitrag Fr 3. Apr 2015, 12:49

Re: 1 Statement für 8 Grundsatzfragen

Hallo TomS

Die Formel E = hf für Photonen gilt unabhängig vom Photoeffekt und dem dort interessanten Zusammenhang mit der kinetischen Energie der Elektronen sowie der Austrittsarbeit.

Auf was willst du eigtl. hinaus?

Ganz einfach TomS : Mir ist folgendes aufgefallen
N = kg m / s²
Kg = E pot = ist demnach N s² /m, also N / f² * Lambda, also N / c *f
kg ist also nicht = Joule / c², also h f / c².
E = h f ist also nicht = mc². Aus bestimmten Gründen akzeptiere ich z.Zt. die Ruhemasse eines Elektrons mit 9,1*10^-31 kg nicht.

Gründe:
Ein Trupp Soldaten marschiert im Gleichschritt über eine Brücke. Die Soldaten produzieren im schwingungsfähigen System Brücke mit der metrischen Länge
Lambda den elktromagnetischen Zustand U e f. Die Brücke hat ohne Gleichschrittsoldaten den elektrischen Zustand e f * Resonanzfrequenz.
Bei der Resonanzkatastrophe der Brücke wird mit U e f oder h variabel f² / e f² = U/f = Vs = ein lichtschneller magnetischer Spitzen- Fluss frei.
So, und das machen wir jetzt mit Licht!
Hier im Sauerland gab es den Schmied von Attendorn, der nur mit Hammer und Amboss in der 1. Sendung von "Wetten, dass?" ein Stück Eisen glühend klopfte.
Das glühende Eisen beinhaltete die Leistung U e f des Schmiedes. Das glühende Eisen strahlte den magnetischen Fluss U/f ab. Die elektrische Komponente e f² blieb im
Eisen. U/f, der magnetische Fluss aus dem glühendem Eisen, traf die Augen in deren Flüssigkeit Wasserstoffatome mit der Halbwellenlänge e f = Lambda/2 * Resonanzfrequenz "schwammen".
Und das Gleiche machen wir jetzt mit einem Sender, oder einem Handy. Vom eingesetzten Gleichstrominput fließt nur 50% als magnetisches Feld von der Antenne
weg. Der Rest fließt als Elektrisches Feld in den Handy-Akku zurück.
Hinter Photonen, die es - experimentell nachweisbar- nicht gibt- steckt also der magnetische Fluss, der mit Sicherheit nicht in den Bereich der Philosophie
abgedrängt werden darf.

So, ich halte mich jetzt zurück und überlasse die weitere Debatte zunächst dem Forum.
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langlebiges Kaon

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Beitrag Fr 3. Apr 2015, 17:32

Re: 1 Statement für 8 Grundsatzfragen

Skyfall
Er muss sozusagen die Leiter wegwerfen, nachdem er auf ihr hinaufgestiegen ist.
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Myon

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Beitrag Sa 4. Apr 2015, 08:49

Re: 1 Statement für 8 Grundsatzfragen

Wenn hierzu keine weiteren Beiträge mehr kommen, würde ich
mit Jürgen die praktische Anwendung seiner Physik in der Raumfahrt und Kernphysik
diskutieren wollen.
Bitte weiterlesen in Quantenmechanischer Raumfahrtantrieb.

Gruß,
Jens

Neutrino

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Beitrag Sa 4. Apr 2015, 16:13

Re: 1 Statement für 8 Grundsatzfragen

Hallo, jens
die neue Masseformel kg = N / c * f = E pot. Diese Formel löst Kg = hf / c² ab.
Für Deinen Quantenmechanischen Raumantrieb brauchst Du E kin für die Rakete, also m/2 v²
Du brauchst H + 2 O. Das gibt H2O + Leistung.
Licht ist keine Energie, sondern Leistung. Das angeblich beim LHC des CERN am 4.07. 2012 gefundene Higgs-Boson
hatte nicht die Masse 127,35 GeV/c², sondern die Leistung 127,35 G U e f .

Neutrino

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Beitrag Sa 4. Apr 2015, 16:39

Re: 1 Statement für 8 Grundsatzfragen

Hallo TomS,
Skyfall
Heinz Erhard hätte geschrieben : Himmel, Gesäß und Nähgarn.
MfG

Myon

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Beitrag So 5. Apr 2015, 08:59

Re: 1 Statement für 8 Grundsatzfragen

Hallo Jürgen,

vielen Dank für deinen Beitrag.
Das sind zwar nicht die Antworten auf meine Fragen, trotzdem Danke.
Der Antrieb hat nichts mit einer Rakete, Wasserstoff und Sauerstoff als Stützmasse zu tun.

Gruß,
Jens

Neutrino

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Beitrag So 5. Apr 2015, 22:58

Re: 1 Statement für 8 Grundsatzfragen

Jens schrieb
Der Antrieb hat nichts mit einer Rakete, Wasserstoff und Sauerstoff als Stützmasse zu tun.

Hallo Jens,
lass mich eben noch anfügen, dass die Hohlraumresonatoren des LHC des CERN die Frequenz von 400,8 MHz haben.
Ein Higgs-Boson mit der Energieangabe GeV (Joule) statt GUef ( P) löst daher bei mir absolutes Unverständnis aus.

Ich werde mich auf Deiner Themenseite melden und versuchen, Deine Fragen im Zusammenhang mit Deinem Denkmodell zu beantworten.

Gruß Jürgen.

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