Kleines Verständnisproblem zum Längenparadoxon der SRT


Die Relativitätstheorie basiert auf dem Relativitätsprinzip von Galileo. Hier ist Raum, Fragen zur Relativität zur diskutieren.

Anti-Myon

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Registriert: Fr 17. Jun 2011, 15:54

Beitrag Fr 6. Jul 2018, 13:15

Kleines Verständnisproblem zum Längenparadoxon der SRT

Hallo Forum, ruhig ist`s geworden hier (sehr schade).
Ich hätte eine Frage zum Längenparadoxon, von dem ich eigentlich gedacht habe, ich hätte es verstanden, aber...wohl leider nicht.
Folgendes Problem:
Auf der Seite: https://physik.cosmos-indirekt.de/Physi ... ontraktion
wird das Garage-Leiter-Paradoxon unter anderem so beschrieben, dass die Tore der Garage geschlossen werden, nachdem die Leiter aus Sicht des Bezugssystems "Garage" komplett drin ist. Folge: Die Leiter stoppt und dehnt sich aus! Das klingt erst mal logisch.
Allerdings ist mir völlig unklar, woher die Energie für die Ausdehnungsarbeit der Leiter kommen soll? Denn wo wurde die denn reingesteckt?
Zum Stoppen der Leiter brauche ich eine bestimmte Energie, die von deren Geschwindigkeit und Ruhemasse abhängt. Aber das steht ja in keiner Korrelation zu irgendeiner Ausdehnungsarbeit, denn die ist zweifelsohne materialabhängig.

Noch weiter: Ich stelle mir zwei Körper gleicher Masse und Form vor, aber mit unterschiedlichem Kompressionsmodul (soll heißen, ich brauche unterschiedlich viel Energie, um die beiden Körper im gleichen Maße zu komprimieren). Mit diesen Körpern führe ich das gleiche Experiment durch mit dem Ergebnis, dass bei der Ausdehnung nach dem Stoppen unterschiedlich viel Energie frei wird. Das kann aber m.E. nicht sein, weil allein die Ruhemasse ausschlaggebend ist für die Energie, die ich benötige, um einen Körper auf eine bestimmte Geschwindigkeit zu beschleunigen bzw. (wie hier) zu stoppen...und die ist nun aber bei beiden Körpern gleich.

Ich kann hier nicht erkennen, wo hier mein Denkfehler ist. Meiner Meinung nach kann ich diese "Ausdehnungsarbeit" weder beim Beschleunigen der Körper noch beim Abbremsen derer in der Garage reinstecken müssen, da ohnehin die Längenkontraktion meines Wissens nach nichts mit einer wahren Verformung (und damit "Verformungsarbeit") zu tun hat. Also: Woher kommt die Energie?

(P.S.: Man könnte das jetzt noch weiter spinnen und sich fragen, was bei einem Körper der Fall wäre, dessen Beschleunigung auf eine relativistische Geschwindigkeit v eine bestimmte Energie x benötigt, dessen Kompression auf die dieser Geschwindigkeit entsprechenden Länge aber eine Energie größer x benötigt. Dann würde ich beim "gleichzeitigen" (aus Sicht der Garage) Abbremsen auf Null sogar noch Energie rausbekommen unterm Strich.)

Ich hoffe auf Eure Hilfe.
Es grüßt,
B.

Proton

Beiträge: 581

Registriert: Sa 12. Jun 2010, 20:08

Beitrag Mi 11. Jul 2018, 17:51

Re: Kleines Verständnisproblem zum Längenparadoxon der SRT

Ich empfehle dir, diese interessantante Frage bei http://www.quanten.de/forum/ (auch “Nachbarforum genannt) zu stellen. Da sind einige user die du kennst aktiv.

Anti-Myon

Beiträge: 140

Registriert: Fr 17. Jun 2011, 15:54

Beitrag Do 12. Jul 2018, 07:45

Re: Kleines Verständnisproblem zum Längenparadoxon der SRT

Timm hat geschrieben:Ich empfehle dir, diese interessantante Frage bei http://www.quanten.de/forum/ (auch “Nachbarforum genannt) zu stellen. Da sind einige user die du kennst aktiv.

done ;-)

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